Multiplayer Spiele, versprechen häufig große Welten, jede Menge Unterhaltung und große Gruppen. Die Kommunikation mit einer Vielzahl von Mitspielern prägt dabei die virtuelle Welt und der Vormarsch dieser Sparte läuft unaufhaltsam voran, ein Blick zurück offenbart das Potenzial.

Geschichtsstunde

Spiele beherrschen den Menschen schon seit Urzeiten, ob früher im Kolosseum, bei Olympischen Spielen, alleine oder im Splitscreen vor den heimischen Bildschirmen und seit Mitte der Neunziger eben auch Online. Ab da ging es steil bergauf. Server wurden größer, Spiele ansehnlicher und komplexer und die ursprüngliche Plattform (PC) wurde stark ausgeweitet. Ob Konsole, Mobile oder einfach im Browser, in diesem Sektor breiten sich die Massen aus. Konsoleros dürfte wohl am ehesten Neverwinter und Planetside 2 ein Begriff sein. Hat man einfach Lust auf eine „kurze“ Runde online, öffnet man den Browser und steuert diverse Seiten an. Ersteres zeigt ebenfalls eine jüngere Entwicklung im Bereich MMO, nämlich free-to-play. Nicht alle guten Spiele sind kostenpflichtig, auch viele kostenfreie Games können überzeugen.

Bunte Vielfalt

Nords MMO
Karte aus Nords: Heroes of the North

Die Auswahl ist breit gefächert und für jeden ist etwas dabei. Rollenspiele lassen den Spieler in eine virtuelle Welt eintauchen, in der ein Charakter erstellt und durch Quests gelotst wird. Wer eher auf actionlastige Auseinandersetzungen steht, fühlt sich wahrscheinlich eher auf dem „virtuellen Schlachtfeld heimisch. Hier gilt es, häufig in der Ego-Shooter-Perspektive, andere Spieler mit dem eigenen Team zu dominieren. Dabei treffen riesige Welten auf viele Spieler und erzeugen eine ganz eigene Dynamik. Klassiker und besonders im Mobile und Browser-Bereich vertreten, stellen Strategie- und Aufbauspiele den Grundstein der Multiplayer Spiele dar. Natürlich gibt es in jedem Genre absolute Platzhirsche, diese haben oftmals sehr viele User und ein entsprechendes Budget für pompöse Marketingaktionen, sind dafür auch kostenpflichtig.

Wir erobern alles

Das könnte nebenbei ein toller Wahlspruch für ein Strategiespiel sein, bringt aber eher die momentane Entwicklung von Online Multiplayer Spielen auf den Punkt. Früher war der PC das alleinige Medium, um in den Genuss von MMO’s zu kommen, heute hat man fast mit jedem Gerät, was einen Internetzugang besitzt, Zugriff auf virtuelle Welten. Gerade bei den Konsolen gab es einige große Umsetzungen. Hierbei gilt es Planetside 2 oder Neverwinter zu nennen. Natürlich gibt es für den PC derzeit noch viel mehr Auswahl, besonders im Bereich free-to-play, doch auch Gamepad-Liebhaber werden in Zukunft immer mehr auf ihre Kosten kommen. Smartphone und Tablet-User können sich schon jetzt aus einem großen Topf von MMO’s die Bäuche vollschlagen. Gerade in dem mobilen Bereich gibt es unzählige free-to-play Titel.

Was macht es mit uns?

Planetside 2
Angriffsflug im plattformübergreifenden MMO Planetside 2

MMO’s sind sicherlich auch etwas kritisch zu bewerten, bieten diese Spiele doch für einige zu ambitionierte Gamer eine Flucht in die virtuelle Realität und führen somit zu einer Vernachlässigung der echten Realität. Die psychologischen Allüren lassen sich aber genauso gut in die entgegengesetzte Richtung ausführen. So bieten MMO’s ein einzigartiges Spielerlebnis. Viele Spieler, große Welten, anspruchsvolle Aufgaben und natürlich die Kommunikation untereinander erzeugen eine ungeahnte Atmosphäre und Dynamik. Nicht nur die vom Spiel generierten Herausforderungen sorgen für spannende Stunden, sondern auch das Wettrüsten gegen andere Spieler auf der ganzen Welt bringen neben Anspannung auch viel Genugtuung nach gewonnener Schlacht. Hervorzuheben ist auch die Community. Diese bietet regen Austausch und hat oft die Energie Spielverläufe aktiv mit zu gestalten Generell schafft es ein MMO Spieler aller Länder zu verknüpfen und zu fesseln. Demnach könnte man dem Genre einen Beitrag zur Völkerverständigung nachsagen.

Große Zukunft

Große MMO’s wie beispielsweise WoW, werden durch Urgesteine wie Blizzard mit ständigen Add-On’s und Patches versorgt. Diesen Hintergrund haben nicht alle Spiele und daher sind einige gute Titel mit reichlich Potenzial im Laufe der letzten Jahre auch untergegangen. Nicht nur deswegen, sondern auch weil Kurzweiligkeit und pflichtfreie Unterhaltung einen immer höheren Stellenwert einnehmen, sehe ich im free-to-play Bereich ein enormes Potenzial für die kommenden Jahre. Kurz angemeldet und schon kann man spielen, hat man keine Lust mehr, abmelden, Browser schließen, Ende. Das Prinzip ist so simpel wie genial und wird sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Zudem gibt es kein Gefühl der Reue, sollte das Spiel einmal nicht den Erwartungen entsprechen. Idealerweise erfreuen sich free-to-play Titel einer solchen Beliebtheit, dass es eine Konsolenumsetzung gibt.

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