Warhammer: Kill Team im Test

Warhammer-Fans haben sich den 6. September vermutlich schon dick im Kalender markiert, denn dann erscheint das Actionfeuerwerk Warhammer 40.000: Space Marine im Handel. Mit dem Downloadspiel Warhammer 40.000: Kill Team möchte THQ nun die Wartezeit etwas verkürzen und den Spielern einen kleinen Vorgeschmack geben.

 

Mit Warhammer 40.000: Kill Team haben sich die Entwickler an einem ungewohnten Genre versucht, denn das Spiel ist weder ein Strategiespiel, noch ein Third-Person-Shooter, wie etwa Space Marine. In Wahrheit handelt es sich hierbei um einen Twinstick-Shooter mit leichten RPG-Einlagen. So ballert man sich in Shoot`em`Up-Manier durch insgesamt fünf verschiedene Abschnitte, muss sich zu Beginn des Spiels aber für einen von insgesamt vier Helden entscheiden. Jede Klasse verfügt über verschiedene Spezialfähigkeiten und auch die Nah- und Fernkampfwerte unterscheiden sich je nach Held. Doch was hat es nun mit den RPG-Elementen auf sich? Nun, Erfahrungspunkte oder gar jede Menge Loot dürft ihr hier nicht erwarten, immerhin schaltet ihr aber im Laufe des Spiels einige neue Waffen und Perks frei. Letztere erhöhen beispielsweise die Gesundheit, sorgen für höheren Schaden oder mehr Granaten-Slots. Richtig Sinn macht dieses Feature dann vor allem im lokalen Koop-Modus (ein Online-Modus fehlt), schließlich kann man somit zwei Helden aufeinander anpassen, was das Ganze doch enorm erleichtert. Die Bedienung von Warhammer 40.000: Kill Team ist schon aufgrund des Genres denkbar einfach, schließlich benötigt man zum Spielen im Grunde nur beides Sticks und maximal zwei Knöpfe. Viel mehr Sorgen bereitete uns dagegen der Umfang, denn obwohl das Spiel mit 800 Microsoft Points recht günstig ist, ist die Spielzeit mit maximal drei Stunden doch sehr gering ausgefallen, zumal nicht jeder darauf aus ist, einen weiteren Durchgang mit einer anderen Klasse starten zu wollen. Immerhin ist die Kampagne somit sehr kurzweilig und frei von unnötigen Längen, die gut in Szene gesetzten Bosskämpfe lockern das alles auf und somit vergehen die drei Stunden wie im Nu. Übrigens: Mit dem Kauf von Warhammer 40.000: Kill Team schaltet ihr eine exklusive Waffe für das kommende Space Marine frei, für Fans der Serie eine vielleicht zu verachtende Nachricht.

 

Technisch gesehen gibt es an Warhammer 40.000: Kill Team nichts zu beklagen. Das Spiel orientiert sich eindeutig an den bekannten Warhammer-Spielen und kann daher, speziell was das Design betrifft, voll punkten.  Durch die Nonstop-Action bekommt eure Anlage einiges zu tun und dank der guten, deutschen Lokalisierung muss man auch nicht des englischen mächtig sein.

 

Fazit:

 

Eigentlich ist Warhammer 40.000: Kill Team ein rundum gelungenes Arcade-Spiel geworden. Das actionlastige Gameplay macht, vor allem im Koop-Modus, jede Menge Spaß und das Setting spricht nicht nur Warhammer-Fans an. Die Frage ist nur, ob sich 800 Microsoft Points für ein maximal dreistündiges Erlebnis lohnen und zudem ist es unerklärlich, wieso das Spiel nicht online spielbar ist. Dennoch gilt: Wer mit dem Warhammer-Universum oder dem Twinstick-Genre etwas anfangen kann, sollte unbedingt einen Blick riskieren.

7/10